Behauptung, Parole:

 

"Ohne Wachstum geht es nicht!"

 

Gegendarstellung:

Wieder einmal eine so eine typische Verdummungsparole. Dabei wäre es doch ein absolutes Armutszeugnis, wenn an dieser Behauptung etwas dran wäre. Eine Volkswirtschaft muss sich generell den jeweiligen Gegebenheiten anpassen können. Sollte zum Beispiel die Weltbevölkerung im Laufe der Zeit um zwei Drittel wieder auf das Niveau von 1950 absinken, müsste dies auch entsprechende Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.
Jedes Unternehmen muss flexibel sein, um sich den veränderten Marktbedingungen anpassen zu können. Es muss Produktionen einstellen oder herunterfahren können, wenn sich die Konsumgewohnheiten ändern oder sich neue Technologien durchsetzen. Was ein Unternehmen zu leisten vermag, muss eine Volkswirtschaft auch bewerkstelligen können. Wie armselig wäre unsere Welt, wenn sie dem ewigen Wachstumswahn ausgeliefert wäre? Und am Ende wäre der Untergang vorprogrammiert, denn ein grenzenloses "Weiter so" gibt es nicht. Allein schon wegen der Endlichkeit der Ressourcen, Wald-, Agrar- und Naturflächen kann es eine endlose Expansion nicht geben.

 

 


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© Manfred Julius Müller, Flensburg

 

 


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Anmerkung: Der Sinn einzelner Thesen erschließt sich oft erst im Zusammenhang mit anderen Artikeln des Autors. In einem einzelnen Aufsatz können nicht jedesmal alle Hintergründe und Grundsatzüberlegungen erneut eingeflochten werden.

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