Behauptung, Vorurteil:
"Deutschland
hat die Coronakrise wirtschaftlich bereits
überwunden!"
Richtigstellung:
Man kann nur
staunen, wie dreist manche Leitmedien unseriöse Behauptungen
aufstellen. Wer im Juli 2021, elf Wochen vor der
Bundestagswahl, die wirtschaftliche Überwindung der
Coronakrise verkündet, lebt offenbar in einer Traumwelt. Oder er
will ganz bewusst potentielle Wähler täuschen, also die
anstehende Wahl beeinflussen (manipulieren).
Denn von einer Überwindung der Krise kann nun wirklich nicht die
Rede sein. Wo doch lediglich durch zahlreiche Tricks das wahre
Desaster verschleiert und der Tag der Wahrheit nach hinten verschoben
wurde. Mit viel neu generiertem Geld, einer vorübergehenden
Aussetzung des Insolvenzrechts, mit großzügigen
Kurzarbeiterregelungen, Staatsbeteiligungen und einem Aufschub
staatlicher Kreditrückzahlungen wurde eine Pleitewelle vor der
Bundestagswahl verhindert. Doch was kommt danach? Was, wenn der Staat
den schier unerschöpflichen Geldhahn doch wieder zudrehen muss
und Konkursverschleppungen nicht mehr statthaft sind? Dann droht
doch wohl der Zusammenbruch der anheimelnden Scheinidylle. Man
weiß nicht, was unserem Land (und der EU, vor allem der
Eurozone) noch alles an Ungemach bevorsteht. Schon jetzt Entwarnung
zu geben ist jedoch mehr als frech und fahrlässig.
PS: Ich weiß sehr wohl, dass in der Wirtschaft die Psychologie eine große Rolle spielt und von daher es sinnvoll erscheinen mag, die Lage schönzureden (um eine sich selbst aufschaukelnde Depressionswelle abzuwenden). Aber irgendwie muss man dabei doch ein wenig bei der Wahrheit bleiben, vor allem kurz vor einer schicksalhaften Bundestagswahl.
Impressum
© Manfred Julius Müller, Flensburg, Juli 2021
Anmerkung:
Der Sinn einzelner Thesen erschließt sich oft erst im
Zusammenhang mit anderen Artikeln des Autors. In einem einzelnen
Aufsatz können nicht jedesmal alle Hintergründe und
Grundsatzüberlegungen erneut eingeflochten werden.
Bücher
von Manfred J. Müller
Was
ist dreist?
Dreist
ist, wenn trotz eines seit 1980 anhaltenden schleichenden Niedergangs
und Lohnrückgangs immer noch am zollfreien Welthandel, am
Subventionswettlauf, am Euro, am EU-Bevormundungs- und
Bürokratiemonstrum, an der Umwandlung Deutschlands zum
Multikulti-Vielvölkerstaat, an der kollektiven
Erbschuldideologie usw. festgehalten wird.