Behauptung, Vorurteil:
Das wird sich die Bevölkerung nicht bieten lassen!"
Gegendarstellung:
Häufig wird
argumentiert, man könne diese oder jene notwendige
Maßnahme nicht durchziehen, weil sich die Bevölkerung das
nicht gefallen lassen würde. Soll das etwa heißen, nur
noch eine populistische Politik betreiben zu können? Soll
sich alles also nur noch um Umverteilungen, Subventionen und
anbiedernde Wahlgeschenke drehen? Augenscheinlich steckt hinter
diesem unnötig geschürten Anspruchsdenken doch mehr das
Parteiwohl als das Volkswohl.
Im Grunde lässt sich alles Erforderliche umsetzen. Wenn
es nur den Bürgern aufrichtig erklärt wird! Und diese
Aufgabe könnte bereits über das Staatsfernsehen
bewältigt werden. Man stelle sich einmal vor, es würde in
den Fernsehnachrichten nicht wöchentlich mehrmals an den
Holocaust oder weit zurückliegende rechtsradikale Untaten
erinnert - was ergäbe sich dann ein Freiraum für die
Erläuterung selbst komplexer Vorgänge.
Zur Erinnerung: In der Vergangenheit wurden dennoch häufig unpopuläre Reformen durchgeboxt - sogar ohne ausreichende Aufklärungsarbeit (zum Beispiel die drastische Verschlechterung der Rentenformeln, die Hinwendung zur trickreichen Nullzinspolitik usw.). Mit der "Börse vor acht" zeigt sich, dass sehr wohl Hintergrundwissen vermittelt werden kann. Wenngleich ich der Meinung bin, dass diese werktägliche Kurzsendung vor der Tagesschau prinzipiell zu aktiengläubig, zu konzernfreundlich und zu eu- und globalisierungshörig ist.
Impressum
© Manfred Julius Müller, Flensburg,
Erstveröffentlichung April 2021
Anmerkung:
Der Sinn einzelner Thesen erschließt sich oft erst im
Zusammenhang mit anderen Artikeln des Autors. In einem einzelnen
Aufsatz können nicht jedesmal alle Hintergründe und
Grundsatzüberlegungen erneut eingeflochten werden.
Bücher
von Manfred Julius Müller
Geht
es in unserer Demokratie am Ende nur um den Machterhalt der
etablierten Parteien? Damit sich an eingefrorenen
Grundsätzen (EU, Euro, Zollfreihandel, Kriegsbeteiligungen,
antinationale Multikulti-Ideologie usw.) nichts ändert? Auch
wenn dadurch sich der seit
1980 anhaltende Niedergang
Deutschlands
weiter fortsetzt?