Behauptung, Forderung, Scheinlogik:

 

"Wir brauchen einen Tankrabatt und Heizkostenzuschuss!"

 

Wann, wenn nicht jetzt, darf unsere Bevölkerung lernen, was ein Krieg kostet und wie eine Marktwirtschaft funktioniert? Über Subventionen, Umbuchungen und Neuverschuldungen wird wieder einmal der Bürger getäuscht. Auf diese Weise lernt er nie weltwirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und glaubt, staatliche Finanzierungsreserven seien schier unbegrenzt. Das so geschürte Anspruchsdenken lenkt ab von den seit Jahrzehnten geförderten Systemfehlern, also der konzernfreundlichen Politik, dem Zollfreihandel und der daraus resultierenden Ex- und Importabhängigkeit, der Nullzinspolitik usw. Aufgrund dieser finanziellen Unbedarftheit ist es dann auch kein Wunder, wenn deutsche Hilfsorganisationen sich berufen fühlen, im großen Stile ukrainische Schwerstbehinderte ins Land zu holen. Wohl wissend, dass es hier an Pflegekräften mangelt und der Staat durch die ukrainische Flüchtlingswelle völlig überfordert ist.

 

Brot und Spiele …
Im Grunde ähneln populistische Subventionsmaßnahmen wie der Energiekostenzuschuss dem altrömischen Prinzip der Brot-und-Spiele-Taktik. Das Volk wird ruhig gestellt mit Zuwendungen ohne zu erklären, woher das Geld schließlich kommen soll (wie es an anderer Stelle wieder eingesammelt wird). Das Wohlwollen der Bevölkerung wird also über Mauscheleien erkauft. Es wird der fatale Eindruck bekräftigt, das Geld fiele vom Himmel.

 

Die Markwirtschaft wird wieder einmal ausgeschaltet!
In einem intakten Binnenmarkt (was die europäische Tranferunion nun einmal nicht ist) hätten Preissteigerungen eine heilsame Wirkung. Hohe Energiekosten zum Beispiel würden langfristig dazu führen, lange Lieferketten zu verkürzen, unnötige Autofahrten zu vermeiden, sich viele Leute mit einer kleineren Wohnung begnügen, fußläufig erreichbare Tante-Emma-Läden wiederbelebt und das Pendlerunwesen eingedämmt würden. Aber eine Gesundung bzw. Normalisierung des Marktes passt ja wohl nicht in das Konzept des
tonangebenden Establishments oder amtierender Regierungen.

 

Auch die Inflationsrate wird manipuliert!
Werden über Tankrabatte oder Mehrwertsteuersenkungen mal wieder die wahren Preissteigerungen verschleiert, hat das natürlich auch Auswirkungen auf die offizielle Inflationsrate. Sie wird gedrückt, so dass man weiterhin an der betrügerischen Nullzinspolitik festhalten kann. Denn an einer jährlichen Geldentwertung von 5 % (5 % Inflation, 0 % Guthabenzins) haben sich die Sparer ja bereits gewöhnen müssen. Man weiß, dass bei einem fairen (unmanipulierten) Leitzins das EU-Kartenhaus krachend einstürzt (und sich damit auch der ukrainische Wunschtraum als Fata Morgana erweisen würde). Also sieht man sich wieder einmal gezwungen, die Inflationsrate auszutricksen. Wer fragt schon danach, woher das Geld für die Subventionierung fossiler Energien letztlich kommen soll, ob nicht der Verbraucher die Zeche am Ende doch bezahlen muss?

 

Das Wunder der Subventionierung!
Man gibt sich als Wohltäter, verteilt nicht vorhandene Gelder bzw. solche, die über die elektronische "Druckerpresse" neu generiert werden. So dass am Ende kein Normalbürger die weltwirtschaftlichen Zusammenhänge noch verstehen kann und weiterhin an den Nutzen des Zollfreihandels, der EU und der Globalisierung glaubt.

 

 


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Nein

 

Weiterführende Abhandlungen dazu finden Sie in meinen Büchern.


Impressum
© Manfred Julius Müller, Flensburg

Manfred J. Müller analysiert seit 40 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er gilt als wegweisender Vordenker. So forderte er zum Beispiel schon vor 20 Jahren eine Art Lieferkettengesetz, das Hersteller und Händler verpflichtet, nur fair entlohnte und produzierte Waren nach Deutschland einzuführen (wurde endlich im Mai 2021 Gesetz). Außerdem empfahl er schon ewig eine Mindestgewinnsteuer für Großunternehmen auf im Inland angefallene Umsätze (Joe Bidens Vorschlag von einer globalen Mindestertragssteuer im Frühjahr 2021 zielt zwar endlich in die gleiche Richtung, ist aber viel zu lahm und wird sich international kaum umsetzen lassen). Seit drei Jahrzehnten kämpft Manfred J. Müller auch für seine Idee einer Lohnkostenreform (schrittweiser Abbau der Sozialversicherungsbeiträge bei einer Gegenfinanzierung über Mehrwertsteuern und Zölle).

 


 


Die gesamte Menschheit leidet unter den üblichen politischen Lebenslügen!
Vorurteile und Irrlehren sind in aller Munde. Um echte Reformen zu vermeiden, wird Wesentliches verschwiegen und schöngeredet. Selbst in Deutschland hat die Verdrängung unangenehmer Wahrheiten böse Folgen: Seit 1980 sinken hierzulande (auch wenn manche Gutgläubige das nicht wahrhaben möchten), die realen Nettolöhne und Renten. Und die Arbeitslosenzahlen haben sich seit 1962 verzwanzigfacht. Wenn es gelänge, die Architektur der Lebenslügen allgemein zu veranschaulichen, würde die Menschheit heute in einer weit besseren Welt leben.

"Die Diktatur der Lebenslügen"
135 Vorurteile und Irrlehren, die noch immer die Politik maßgeblich beeinflussen.
Manfred J. Müller, 160 Seiten, Format 17x22 cm, 12,- Euro.
(auch als Ebook erhältlich für 8,99 Euro)

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Schon vor 30 Jahren habe ich den Austritt Deutschlands aus der EU empfohlen! Hätte es einen Dexit gegeben, wäre unserem Land viel Ungemach erspart geblieben! Höchstwahrscheinlich hätte es nicht einmal die Ukrainekriege gegeben.